Wichtig: Die Veranstaltungen in der BASTION finden bei freiem Eintritt statt und sind öffentlich. Um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können, müsst ihr euch im Vorfeld verbindlich anmelden. Kommt also bitte nicht einfach vorbei, sondern schickt uns eine Nachricht per Mail, bzw. ruft uns unter 0234 - 911 77 90 an.
Deutschland, 2025
Regie: Alisa Berger
Invisible People ist ein experimenteller Dokumentarfilm der in Essen aufgewachsenen Künstlerin und Filmemacherin Alisa Berger, der im Oktober 2025 seine Premiere im Museum Folkwang feierte und seitdem durch ausgewählte deutsche Kinos tourt.
Invisible People beschäftigt sich mit dem japanischen Butoh-Tanz, auch bekannt als „Tanz der Finsternis“. Diese avantgardistische Form des Ausdruckstanzes entstand in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg und bewegt sich zwischen Aufbegehren, Ritual und Meditation. Der Film zeigt eindrucksvolle Porträts von Butoh-Meisterinnen und Performerinnen – darunter Yoshito Ōno, Sohn des Butoh-Mitbegründers Kazuo Ōno, der während der Dreharbeiten verstarb.
Berger verwebt in Invisible People persönliche Erfahrungen mit poetischen und philosophischen Texten des Butoh-Begründers Tatsumi Hijikata. Ausgehend vom Verlust ihres Vaters begibt sich die Regisseurin auf eine filmische Suche nach dem Unsichtbaren – nach Momenten, Menschen und Bewegungen, die sich zwischen Leben und Tod, Sichtbarkeit und Erinnerung abspielen. „Der Film richtet den Blick auf das Verborgene“, sagt Alisa Berger. „Ich wollte eine tranceartige Erfahrung schaffen, die das Unsichtbare erfahrbar macht – das, was zwischen den Dingen existiert.“
Alisa Berger, geboren 1987 in Makhachkala (Republik Dagestan), wuchs in Lviv (Ukraine) und später in Essen auf. Sie studierte Film und Bildende Kunst an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá sowie am renommierten Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains in Frankreich. Von 2018 bis 2022 lebte sie in Tokio, wo sie den Butoh-Tanz vor Ort erforschte und praktizierte.
Berger zählt zu den spannendsten jungen Stimmen des experimentellen Films in Deutschland. Sie wurde für den Max Ophüls Preis und den FIRST STEPS Award nominiert und erhielt 2023 den Studio Collector Prize von Isabelle & Jean-Conrad Lemaître im Jeu de Paume, Paris. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Eye Filmmuseum (Amsterdam), Jeu de Paume (Paris), Tokyo Metropolitan Art Museum, Kunstpalast Düsseldorf, HMKV Dortmund, Kindl Berlin sowie auf Festivals wie der Berlinale, IDFA, CPH:DOX und Hot Docs zu sehen.
Mit Invisible People zeigt Alisa Berger ein vielschichtiges Porträt eines Tanzes, der sich den klaren Erklärungen entzieht – und gleichzeitig ein zutiefst persönlicher Film über Abschied, Transformation und das Weiterleben im Unsichtbaren ist.
"Totale Immersion" Filmdienst
"...roh, erotisch, schmerzhaft und kompromisslos" Famos Magazin
"Über den elektrisierenden Existenzialismus der Performance-Kunst" Film plus Kritik